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08.11.2021-17.11.2021

04.05.2021: Pecherpfad: Saisoneröffnung zum 25-Jahr-Jubiläum (NEU)


Trotz Corona-Pandemie startete der weit über unsere Grenzen hinaus bekannte Pecherpfad Hölles traditionell am 1. Mai seine Pechsaison zum 25-jährigen Bestandsjubiläum. Das Erfolgsprojekt wird aber heuer aus Sicherheitsgründen und aus Rücksicht als möglicher Ansteckungsort für Infektionen keine Feierlichkeiten veranstalten, sondern erst 2022.
Dafür gab es zuletzt schon mehrere Anfragen, ob der Pecherwald am kommenden Wochenende mangels geöffneter Gastronomie als Muttertags-Überraschung in Form eines Picknicks genutzt werden kann.

Mit dem kürzlichen Beitritt zum Verein "Abenteuer Industrie", wo sich die bedeutendsten 24 musealen Einrichtungen im Industrieviertel zusammengeschlossen haben, ist der Pecherpfad nun Teil jener Pionierleistungen ab dem 18. Jahrhundert, die den harten Arbeitsalltag unserer Vorfahren dokumentieren und den Grundstein für unseren derzeitigen Lebenskomfort legten. Kostenlose Folder sind vor dem Eingang der Bürgerservicestelle im Gemeindeamt und in der Pecherhütte zur Entnahme aufgelegt.

Rund 450 kostenlose Schauvorführungen für Gruppen hat die Initiatorengruppe des Verschönerungsvereines Hölles seit der Gründung im Jahre 1996 am Pecherpfad für Interessierte abgehalten, um das jahrhundertealte Handwerk der Pecherei mit ihrem traditionellen Wissen der Nachwelt zu erhalten. Dafür hat das Projekt zahlreiche Preise, darunter den Josef-Schöffel-Preis des Landes NÖ und die weltweit höchste Auszeichung, die Aufnahmen als Immaterielles Unesco-Kulurerbe, erhalten.
Leider steht der 25-Jahr-Bestand, der eigentlich mit mehreren Veranstaltungen würdig gefeiert hätte werden sollen, durch die Corona-Krise unter keinem guten Stern und es wird mit Ausnahme zum Saisonabschluss am 26. Oktober, in kleinem Rahmen den Pecherhahn, keine öffentliche Feiern geben.

Es bleibt aber die Hoffnung, dass diese im nächsten Jahr nachgeholt werden können (z.B. mit Aktionstag/Pflanzung eines klimafitten Waldes für die Zukunft, Festveranstaltung, Waldbaden im Pecherwald uam).
Bis zum 19.5. sind Veranstaltungen im Freien und damit auch keine Führungen möglich, ab 20.5., so der Plan der neuen Covid-Verordnung, sind Führungen nur bis max. 10 Personen erlaubt, darüber bis max. 50 Personen anzeigepflichtig.
Die ersten Pechbäume jedenfalls sind angepecht, der Pecherpfad wird wie schon vieles seit der Gründung, auch diese Krise überstehen.

Heuer wird es auch keine Miet-Pechbäume wie in den letzten beiden Jahren geben.

Trotzdem gibt es aber auch abseits einiges zu tun: So wurde der Pecherpfad vom Denkmalschutzverein Wr. Neustadt eingeladen, anlässlich seines 100-jährigen Bestandes eine 10-seitige Dokumentation über die Pecherei als Kulturerbe in der Jubiläumsfestschrift zu verfassen, weil Wr. Neustadt mit dem Großen Föhrenwald ein wichtiger Harzproduzent war und es dort auch mehrere harzverarbeitenden Firmen gab, darunter die größte, die Fa. Franz von Furtenbach (1857-1963) gab. Das Wr. Neustädter Terpentinöl und Kolophonium hatte in der Zwischenkriegszeit Weltruf und wurde vom Hafen Triest in alle Welt verschifft. Eine Abordnung des Vereins wird dazu heuer auch den Pecherpfad besuchen.

Weiters bekam der Pecherpfad die Möglichkeit, im neu erscheinenden Buch "Die Schwarzföhre in Österreich" (Präsentation im Herbst 2021) von Dipl.Ing. Dr. Herbert Kohlross insgesamt 5 umfangreiche Buchbeiträge über das Pecherprojekt Hölles mit dem Titel "Dort, wo das Pecherhandwerk weiterlebt", ein Porträt über das Pecherleben des letzten Grandlpechers Ernest Wöhrer, das "Immaterielle Unesco-Kulturerbe" und die Harzgewinnung mit den Reisen nach Griechenland, Spanien sowie Portugal zu schreiben. "Das ist natürlich eine große Ehre und Anerkennung für unser Projekt, dass es von Fachleuten geschätzt wird", sagt Projektkoordinator Ernst Schagl.

Fotocredit(s): Ernst Schagl
Text: Ernst Schagl

zuletzt aktualisiert: 04.05.2021 14:59:21 
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