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02.09.2019-11.09.2019

22.04.2019 - Pecherpfad Hölles startet mit neuen Attraktionen in die 23. Pechsaison  (NEU)


Wenn traditionell am 1. Mai die nunmehr 23. Pechsaison am Unesco-Kulturerbeprojekt, dem Pecherpfad Hölles startet, dann wird es heuer wieder zahlreiche neue Attraktionen geben. Wie erfolgreich das von Bgm. Schneebergers anlässlich der NÖ Landesausstellung ins Leben gerufene Motto „Stadt und Land mitanand“ ist, zeigt die Tatsache, dass bereits rund ein Dutzend Autobusreisegruppen sich zu Schauvorführungen am Pecherprojekt angemeldet haben. Dazu kommen zahlreiche interessierte Individulaltouristen und Familien, für die rechtzeitig zu Saisonbeginn neue Info-Schautafeln entlang des Pfades aufgestellt wurden. Weiters kamen vom Land NÖ. 15.000 neue Info-Folder. Erstes Saison-Higlight: Zum NÖ Museumstag am 19.5. kommt einer der wohl bekanntesten Kräuterkenner Österreichs, Kräuterpfarrer Benedikt, zu einer Kräuterführung und hält anschließend bei der Pecherkapelle eine Maiandacht.

Für die NÖ. Landesausstellung in Wr. Neustadt ist die Gemeinde im Vorjahr zu einer der vier Achsen der Landesschau, dem Wiener Neustädter Kanal mit 26 anderen Gemeinden beigetreten. Ziel ist die überregionale und effiziente Vermarktung des Projektes durch Werbe- und Marketingexperten. „Von den zusätzlichen Gästen soll auch die Gastronomie in der Gemeinde und Umgebung profitieren“, sagt Projektkoordinator Ernst Schagl.

Wer keine Möglichkeit hat, bei der Erlebnis-Schauvorführung von Reisegruppen dabei zu sein, kann sich erstmals bei den kürzlich aufgestellten Info-Schautafeln über das jahrhundertealte Handwerk von der Geschichte bis zu den Arbeitstechniken informieren. Die Kosten der Tafeln haben sich die Gemeinde und das Land NÖ geteilt.

„Dabei haben wir Fotos von ehemaligen Pecher aus dem Ort, die im vorigen Jahrhundert mit dem Verkauf des Baumharzes ihre Familien ernährt haben, ausgewählt und auf den wetterfesten Tafeln so der Nachwelt erhalten. Sie sind uns besonders wichtig, für alle verstorbenen Pecher der Region haben wir ja auch die Pecherkapelle mit der einzigen Pecherglocke des Landes errichtet und dafür den Josef Schöffel-Preis des Landes NÖ erhalten“, erklärt Ernst Schagl.

Neben den ersten Aktivitäten wie der FF-Unterabschnittsbübung am 3.5. vormittags und Schauvorführungen ab Anfang Mai (1. Teilnahmemöglichkeit 4. Mai um 16 Uhr) wird am 18. und 19. Mai der Pecherpfad so wie in den letzten Jahren auch heuer wieder am 4. NÖ. Museumstag teilnehmen. Am Samstag, 18.5., können Einzelinteressierte und Familien von 14 bis 17 Uhr bei Kurzschauvorführungen einen Einblick in die Welt der Pecherei bekommen und selbst bei einem Schaubaum das Pechen versuchen.

Am Sonntag, 19.5., wird ab 14.30 Uhr Kräuterpfarrer Benedikt bei einer Kräuterführung entlang des Waldrandes die wertvollen Heilkräuter den Teilnehmer näher bringen. Bei Schlechtwetter gibt es in der „Halle für Alle“ hinter der FF HÖlles einen Kräutervortrag.

Auch der Erwerb von Büchern des Kräuterpfarrers ist möglich.

Um 16 Uhr folgt die Pflanzung eines Lebensbaumes für alle Neugeborenen, um 16.15 Uhr gibt s eine Pecher-Schauvorführung. Um 17 Uhr werden die neuen Info-Tafeln präsentiert, anschließend hält Kräuterpfarrer Benedikt und Dechant MMag. Radziejewski eine Maiandacht bei der Pecherkapelle. Bei Schlechtwetter: Kapelle Hölles.

Zur Stärkung`: Kaffee, Kuchen und Getränke sowie eine Pecherbrot-Verkostung von der Bäckerei Dworzak aus Hirtenberg nach der Maiandacht.

Außerdem Kommissionsverkauf von Pecherprodukten wie Pechbalsam, Pechseife, Föhren-Schnaps, Föhren-Franzbranntwein, Ätherisches Föhrenöl uam.

Informationen, Anmeldung für die Kräuterführung unter Tel. 0664/3230237 bzw. ernst.schagl@gmx.at.

Im Landesausstellungs-Jahr gibt es heuer erstmals einen Fotowettbewerb unter dem Titel „Der Pecherpfad – Kulturjuwel des Föhrenwaldes“, bei dem jeder egal ob digital oder auf Papier max. 3 Fotos bis 20x30 cm bis 30.9. einsenden oder bei den Initiatoren (Kontakt s. oben) abgeben kann. Die besten Fotos werden von einer Fachjury ausgewählt und die Preise beim Jahresabschluss, dem Pecherhahn, am 26. Oktober, übergeben.

Heuer wurden erstmals auch Pech-Mietbäume vergeben, den jeder für eine Spende erwerben kann. Der Mieter kann bei der Baumbearbeitung dabei sein, sich selbst als Pecher versuchen, bekommt das geerntete Harz oder einen heilkräftigen Pechbalsam je nach Wunsch und ist Ehrengast bei den Veranstaltungen. Mieter kommen bisher beispielsweise aus Felixdorf ebenso wie aus Hollabrunn.


Foto(s): Pecherpfad
Text: Ernst Schagl

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