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04.09.2017-14.09.2017
Weinbau & Buschenschank Weigelhofer

06.08.2017 - Haselmaus-Ansiedlungsprojekt  (NEU)

Der Pecherpfad Hölles nimmt nicht nur mit seiner hierzulande einzigartigen Pechereinrichtung auch beim Naturschutz - wieder einmal - eine Vorreiterrolle ein: Nach dem Rückgang der Kleinvögelpopulation am Waldrand hat die Initatorengruppe in den Wintermonaten mit selbst gebauten Nistkästchen und Futterplätzen die Vögel erfolgreich wieder angesiedelt. Binnen 3 Jahren haben sich nach der letzten Vogelzählung im vergangenen Jänner die Kleinvögel bereits verdreifacht.
Und kürzlich startete die Initiatorengruppe des örtlichen Verschönerungsvereins gemeinsam mit den Österreichischen Bundesforsten ein neues Projekt: Im Wienerwald und der Thermenregion soll die Haselmaus vor dem Aussterben gerettet werden.
Die Wildbiologin Mag. Birgit Rotter, die das Gesamtprojekt seitens der Österr. Bundesforste mit dem Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie des Biosphärenparks Wienerwald und dem Naturschutzbund NÖ betreut, suchte gemeinsam mit Pecher und Jäger Gerhold Wöhrer aus Hölles, Matzendorfs Jagdleiter Karl Groiss und Pecherpfadkoordinator Ernst Schagl geeignete Flächen, wo sich Haselnussstauden und Brombeerstauden als Unterschlupf befinden. Nun wurden an mehreren Plätzen spezielle Nistkästchen und Niströhren, die zum Teil von den ÖBF zur Verfügung gestellt als auch selbst gebastelt wurden, an ausgewählten Plätzen aufgestellt. In den nächsten beiden Jahren hofft man so, einen Überblick zu bekommen, ob überhaupt diese Kleintiere bei uns noch leben oder wie in Deutschland bereits ausgestorben sind.
Matzendorf-Hölles ist ausgehend von Purkersdorf, dem Raum Mödling und Baden nun das südlichste Projektgebiet. „Mein Großvater, der ja Pecher und viel zu Fuß im Wald unterwegs war, hat mir erzählt, dass er früher als Pecher noch Haselmäuse gesehen hat“, sagt Ernst Schagl.
Sollte es klappen, hat Mag. Rotters Langzeitprojekt zur Erforschung der Haselmaus das Ziel, das kleine Nagetier als typisches Element des Waldes wieder in das Bewusstsein des Menschen zu bringen.


Foto(s): Ernst Schagl
Text: Ernst Schagl

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